Blühendes Wentorf.

Kurze Beschreibung als Überblick:

Inzwischen belegen viele Studien einen dramatischen Insektenschwund in Deutschland. Wir können dem schon mit der Gestaltung unseres Gartens oder Balkons entgegenwirken und Raum für heimische Pflanzen und Tiere schaffen. Naturnah gestaltete Grünflächen bieten Lebensqualität für Mensch und Tier.

Wentorf hat viele, öffentliche Grünflächen zu bieten. Wir wollen uns für mehr Blüten- und damit Artenvielfalt einsetzen und Wentorfs Straßenbegleit-Grün in ein Straßenbegleit-Bunt verwandeln und ganz nebenbei damit ein Zeichen setzen für mehr Achtsamkeit gegenüber unseren sechsbeinigen Mitbewohnern.

Da können wir eine Menge tun, wenn wir vorhandene Fördermöglichkeiten ausschöpfen und Kräfte bündeln.

Wer mitmachen will ist herzlich willkommen und melde sich gerne bei Claudia oder Marc. Unser nächstes Treffen findet am 29.6.2019 um 16:00 Uhr im Casinopark statt, auf der Wiese hinter dem Aldi.

Was läuft gut?

Die Gemeinde hat Grünflächenpatenschaften und finanzielle Mittel dafür in Aussicht gestellt.
Die Diskussionen über die Giftigkeit von Kirschlorbeerhecken für schon zu einer gedanklichen Beschäftigung mit dem Thema.
Das Thema Insekten- und Artensterben hat es schon in die Tagesschau geschafft.

Es gibt eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten und Verbänden, die Unterstützung und Knowhow zu dem Thema anbieten.

Am 7.2.2019 wurde im Liegenschaftsausschuss einstimmig beschlossen, die Neugestaltung der Wentorfer Gemeinde-Grünflächen in Zusammenarbeit mit "Wentorf-gestalten" zu planen und durchzuführen. Für einen ersten Start übernimmt die Initiative eine Patenschaft über knapp 2000 qm. Dazu gehören die Wiese um die alte Schule herum und die Wiesenflächen im Casinopark. Als Ansprechpartner für die Verwaltung steht Marc Steinwender zur Verfügung.
Ziel ist es eine naturnahe Gestaltung zu erreichen. Angeregt wurde auch die Teilnahme an der Bundesinitiative "Kommunen für biologische Vielfalt". Auch auf das Programm "Schleswig-Holstein blüht auf" haben wir uns beworben. Dabei geht es um eine Förderung von regionaler Blumensaat. Der Gutachter hat uns wertvolle Tips gegeben, die Fläche um die alte Schule allerdings als "ungeeignet" eingestuft, da zu verschattet. Mit Herrn Dickmann (Leiter Betriebshof) zusammen haben wir beschlossen die Wiese erstmal "nur" zu impfen, d.h. blühende Stauden verteilt zwischen zu setzen und die Wiese erstmal wachsen zu lassen.

Die Wiesen im Casinopark hat der Gutachter auch als "wertvoll" angesehen, empfiehlt aber eine erste Mahd zum Juli hin und eventuell eine Einarbeitung weiterer Arten. Hier werden wir gar nicht mehr viel machen müssen, denn die Wiese entwickelt sich langsam wieder. Um die Schädigungen der vergangenen Jahre wieder aufzufangen braucht der Boden auch seine Zeit.

Herausforderungen

Laut einem Bericht der UN brechen um 2021 die ersten Ökosysteme zusammen. Wir können es auch an der Insektenpopulation beobachten, dass hier Gurndsätzliches schief läuft.
Wir müssen handeln, denn die Politik ist zu träge und langsam und eine Agrarwende noch lange nicht in Sicht. Mit unseren Bemühungen, öffentliche und private Grünflächen naturnah umzugestalten, können wir einen wertvollen Beitrag zum Insektenschutz leisten. Hier und Jetzt.
Jetzt gilt es die Kräfte zu bündeln und sich aktiv für eine Umgestaltung der öffentlichen Grünflächen einzusetzen.
Dem "Ordnungswahn" entgegenzutreten und für mehr "naturnahe" Gestaltung in privaten Gärten zu werben. Bewußtsein dafür schaffen, was im "Kleinen" schon alles machbar ist.
Weiterführende Infos wie es um uns bestellt ist: http://www.oekosystem-erde.de/html/ipcc-5-wg1.html

Nächste Schritte

Regelmäßigen "Stammtisch: blühendes Wentorf!" einrichten und Kräfte bündeln.

Ansprache von Verbänden, Imkervereinen, Kleingartenvereinen.
Positive Beispiele aus der Nachbargemeiden (Börnsen, Reinbek) ansehen und daran lernen.
So z. B. auch hier:
Klimaschutz Sachsenwald
Pflanzen pflanzen!
Kommunen für biologische Vielfalt e.V.

Repräsentative Fläche öffentlichkeitswirksam umgestalten.
Bunt-Patenschaften anregen und organisieren.