Umgezogen, um zu bleiben

Wie erschließt man sich seinen neuen Wohnort? Eine Neu-Wentorferin berichtet

Umgezogen. Nur sieben Kilometer Richtung Süden. Nach Wentorf. War das die richtige Entscheidung? Und was kommt nun? Elisabeth aus Aumühle hat sich als Zugezogene darüber für "Wentorf vernetzt" Gedanken gemacht. Eine kleine Entscheidungshilfe für alle, die ebenfalls Wentorf als neuen Wohnort ins Auge gefasst haben oder gerade neu hier angekommen sind.

Im Januar 2017 standen die Türen der Welt für mich offen. Der Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben war geregelt und ein neuer Wohnort durfte es aus privaten Gründen sein. Nur welcher? Immerhin habe ich über 30 Jahre in Aumühle gelebt – ein ganz schön langer Zeitraum. Ich habe mir für die Suche nach einem neuen Wohnort einige Fragen gestellt.

  •   Was ist mir wichtig an dem neuen Wohnort?

  •   Wie sollte die Wohnumgebung gestaltet sein?

  •   Was soll die Wohnung bieten?

  •   Was brauche ich für meine weitere Lebensplanung?

    Also habe ich eine Checkliste erarbeitet und bald festgestellt, dass ich das Wohnprofil von meinem bisherigen Wohnort Aumühle abbildete:

  •   Naturnähe

  •   gute Verkehrsanbindung in die Metropole

  •   Kunst und Kultur

  •   Einkaufsmöglichkeiten vor der Haustür

  •   Freizeit- und Sportmöglichkeiten.

  •   Gute ärztliche Versorgung

  •   Seniorengerechte, barrierefreie Wohnungen

Mit diesem Ergebnis hätte ich natürlich auch in Aumühle bleiben können. Aber ich hatte keine Scheu vor einer Luftveränderung. Ich fand schließlich meine Traumwohnung in Wentorf.

Ein neues Zuhause

„Wohin ziehen Sie um?“, bin ich gefragt worden. „7 Kilometer in den Süden“, war meine Antwort. „Da sind Sie aber nicht weit weggezogen“. „Stimmt, man muss nicht weit wegziehen, um zu Hause zu sein“, war meine Antwort und bekam wohlwollende Zustimmung. Offensichtlich sind Ortsgrenzen in Zeiten guter Mobilität und digitaler Verbundenheit eine sehr relative Sache.

Informationsbroschüre half beim Zurechtfinden

Im April 2017 zog ich in meine Traumwohnung ein. Meine neue Umgebung wollte ich mir möglichst schnell erschließen. Also habe ich mir im Rathaus die Informationsbroschüre der Gemeinde besorgt. Damit findet man sich wirklich sehr schnell zurecht. Alles, was ich zu meiner neuen Heimatgemeinde wissen musste, wird dort beschrieben. Vereine, Kulturelles, Adressen – da bleibt kein Wunsch offen, auch nicht für den Papierkram.

Und schließlich? So richtig lebenswert wird das Wohnen erst durch die Menschen, mit denen man zusammenlebt. Werde ich mich schnell zwischen ihnen einfinden? Werde ich vielleicht sogar ein Teil von Ihnen sein, oder werde ich mich lange als Neu-Wentorferin fühlen?

Nach mehr als eineinhalb Jahren kann ich sagen: Es wird einem in Wentorf nicht schwer gemacht, sich dort zuhause zu fühlen.

Mein Fazit: Wentorf ist eine lebendige Gemeinde, die für alle einen guten Lebensraum bietet. Wentorf ist im Wandel und eröffnet Möglichkeiten für aktives Engagement. Übrigens bleibe ich mit meinen ehemaligen Nachbarn in Aumühle freundschaftlich verbunden. Ich habe mein Zuhause in Wentorf gefunden um zu bleiben. Es ist ja nur ein kurzer Weg von 7 Kilometern in den Süden.

Du bist auch neu in Wentorf und möchtest nicht nur eine Adresse dort haben, sondern auch Deinen Wohnort mitgestalten? Dann komme zum nächsten Treffen von "Wentorf vernetzt" und schaue, ob und wie Du dazu beitragen könntest.

Elisabeth Machel